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27.07.2017

Erfolgreiche Weiterführung der Workshopreihe „Nachbearbeitung additiv gefertigter Bauteile“

Alle Experten standen den Teilnehmern des Workshops in einer Diskussionsrunde für Fragen zur Verfügung.© 2017 Machining Innovations Network

Varel: Der Machining Innovations Network e.V. lud in Kooperation mit dem Metal Printing Network (mepnet) Experten aus Forschung und Wirtschaft aus den Bereichen Zerspanung und additiver Fertigung zum Informationsaustausch in das Technologie Zentrum nach Varel an ein.

Additive Fertigungsverfahren sind in vielen Industriebereichen weiter auf dem Vormarsch. Speziell in der Luft- und Raumfahrt finden diese Verfahren immer mehr Anwendung und erschließen neue, auch bionisch optimierte Designprinzipien. Diese Entwicklung zeigt auch Auswirkungen in der Entwicklung spanabhebender Fertigung. Bauteile die durch die additive Fertigung bereits Endkonturnah hergestellt werden können, führen für die Zerspanung in verschiedenen Bereichen zu Herausforderungen.

Grund genug für den Machining Innovations Network e.V. die Workshopreihe „Nachbearbeitung additiv gefertigter Bauteile“ zu initiieren. Bereits im Dezember 2016 wurde die erste Veranstaltung dieser Reihe erfolgreich im Technologiezentrum in Varel durchgeführt. Die Diskussion ergab hier einen verstärkten Informationsbedarf an den Themengebieten Spanntechnik und Finish Bearbeitung von Innen- und Außenflächen.

Für die Veranstaltung konnte mit dem Innovationsnetzwerk mepnet (Metal Printing Network) ein Kooperationspartner gewonnen werden, der im Zielfeld der generativen Fertigung Kompetenzen und Know-How vereint. Im Rahmen der zweitägigen Veranstaltung stellen Experten Lösungsansätze und Überscheidungen beider Bereiche vor. Der erste Tag fokussierte die Additive Fertigung während am zweiten Tag der Schwerpunkt auf die Zerspanung gelegt wurde. Vertreter aus Forschung und Wirtschaft erläuterten in spannenden Vorträgen den Status Quo innerhalb des additive Manufacturing.

Nach der Eröffnung präsentierte Phillip Kohlwes aus der Laser Zentrum Nord GmbH die allgemeinen Herausforderungen und Möglichkeiten der additiven Fertigung für die Herstellung von Präzisionsteilen für die Luft- und Raumfahrt. Im Anschluss folgte ein Bericht von Peter Czajka der GOM International AG zum Einsatz optischer Sensoren zur Vermessung im Bereich AM.

Aktuell stellt der Verzug der Bauteile Herausforderungen sowohl im Bereich der additiven Fertigung als auch im Bereich der Zerspanung dar. Christian Kober stellte als Vertreter des ISEMP, einer Stiftungsprofessur von Airbus an der Universität Bremen den Lösungsansatz der Predeformation vor. Abgerundet wurde der erste Tag durch einen Vortrag der GEFERTEC GmbH, vertreten durch A. Riemann, zum Thema Auftragsschweißen.

Abschließend standen alle Experten den Teilnehmern des Workshops in einer Diskussionsrunde für Fragen zur Verfügung. Der Abend des ersten Veranstaltungstages stand den Partnern ebenfalls zum Austausch und Networking zur Verfügung.

Prof. Hintze von der TU Hamburg-Harburg eröffnete den zweiten Tag des Workshops mit seinem Vortrag zur spanenden Nachbearbeitung additiv gefertigter Titanstrukturen, in dem er einen Einblick in die aktuell bestehenden Herausforderungen gab.

Die Schunk GmbH & Co. KG stellte als Experte für Spannmittel Spannideen zur Nachbearbeitung vor. Das Unternehmen wurde vertreten durch Herr Heim. Dieser ging besonders auf die Bearbeitung von Bauteilen ein, die sich auf der Bauplatte befinden.
Die bionisch optimierten Bauteile, die teilweise Hohlstrukturen aufweisen stellen die Zerspanung vor die Herausforderung der Bearbeitung dünnwandiger Bauteile. Hierfür arbeitet der Netzwerkpartner, die Berghoff GmbH & Co. KG an Lösungsansätzen. Diese wurden dem Fachpublikum von Tobias Wieseler vorgestellt.

Weiterhin wurden neben den Nutzen und Herausforderungen der additiven Fertigung, vorgestellt durch Alexander Krödel vom IFW Hannover, die Anwendungsmöglichkeiten spanender Bearbeitungsmöglichkeiten (Dr. Mathias Lange | Premium AEROTEC GmbH) und das Abtrennen des Bauteils von der Druckplatte (Rainer Pohl | Makino Deutschland GmbH) erörtert.

Abgerundet wurde der Tag durch die Vorstellung der Projektidee „Simulation und Planung des Druckfließläppens zur Nachbearbeitung von Medienführungskanälen in additiv gefertigten Bauteilen“ von Alexander Krödel vom IFW Hannover.
Den Vorträgen folgte eine Diskussionsrunde mit den Referenten. Dies bot den Workshopteilnehmern die Möglichkeit ihre Fragen und Anregungen zu platzieren.

Bei Rückfragen zur Veranstaltung steht Ihnen die Geschäftsstelle des MIN gerne zur Verfügung!

Mitgliedern des MIN stehen die Vorträge/Präsentationen der Referenten im Mitgliederbereich dieser Internetseite zur Verfügung!

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Summary
Nachbericht
20.-22. November 2017, Frankfurt