Mit Sicherheit gut vernetzt

Die Experten des ZIM-Netzwerks für sensorgestützte Sicherheitssysteme (NesSi) trafen sich am 23. Januar 2019 bei der Stöbich technology GmbH in Goslar.

Netzwerktreffen NesSi bei der Stöbich technology in Goslar, © NesSi

Das ZIM-Netzwerk NesSi hat im Kern die Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen, die auf dem Einsatz einer maßgeschneiderten Sensorik für den Schutz vor wirtschaftlichen oder gesundheitlichen Schäden basieren.

Vor dem Hintergrund der gestiegenenen Herausforderungen ist es dringend erforderlich, neue Lösungsansätze zu erarbeiten, Konzepte zu erstellen und eine Modernisierung der bestehenden Detektionssysteme durch innovative Technologien zu forcieren, denn der Bedarf an innovativen Detektionsmethoden für die zivile Sicherheit sowie die Arbeits- und Prozesssicherheit ist nach wie vor groß.

Zu diesem Zweck tauschen sich die im Netzwerk organisierten kleinen und mittelständischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen regelmäßig aus, so wie beim Netzwerktreffen am 23. Januar 2019 in Goslar. Gastgeber war die Stöbich technology GmbH, die sich mit dem Thema Brandschutz im Umgang mit Lithium-Ionen-Batterien beschäftigt. Unter bestimmten Umständen kann diese Batterietechnologie zu heftigen Reaktionen führen, die Feuer sowie toxische und korrosive Schadgase mit sich bringen und dadurch eine Gefahr für Personen und Sachgüter darstellen. Besonders defekte Lithium-Ionen-Batterien neigen häufig zu solchen Reaktionen. Die Stöbich technology GmbH entwickelt und vermarktet innovative Produkte in diesem Zielfeld, die einen sicheren Umgang, auch mit defekten Lithium-Ionen-Batterien ermöglichen.

Das Produktportfolio umfasst unter anderem spezielle Schränke zur sicheren Lagerung sowie Transportboxen für den ADR-konformen Transport von Lithium-Ionen-Batterien. Auch Brandschutzlösungen für Heim- und Großspeicher und textile Systeme zur sicheren Unterbringung von verunfallten Elektrofahrzeugen oder auch zum Abschotten von Test- und Versuchsständen gehören zum Portfolio.

Zur Minderung der toxischen Wirkung der Schadgase und zum Schutz vor Korrosion hat die Stöbich technology GmbH beispielsweise einen speziellen Filter entwickelt, der auch in allen Produkten integriert ist. Dieser Filter verhindert eine starke Kontamination der Umgebung und ermöglicht die Flucht von Personen aus betroffenen Bereichen, ohne schwerwiegende oder bleibende Schäden davon zu tragen. Darüber hinaus unterstützt die Stöbich technology GmbH mit ihrem jahrelangen Know-how auch bei der Planung, Umsetzung und Auswertung von Brandversuchen mit Lithium-Ionen-Batterien.

„Wir sind Mitglied im ZIM-Netzwerk NesSi, weil wir unsere Sensorik für Brandschutzsysteme weiterentwickeln möchten“, erklärt Marc Dinse, Innovationsmanager bei Stöbich technology. „Unser Ziel ist es, Brände sehr viel schneller zu detektieren, als es mit der aktuellen Technik der Fall ist. Bei einem Feuer zählt jede Minute.“

Im Rahmen des Netzwerktreffens gaben die Partner einen Überblick zu ihren laufenden Forschungs- und Entwicklungsprojekten in diesem Zielfeld und nutzten die Gelegenheit für intensive Diskussionen.

Im Anschluss besichtigten die Fachexperten die Produktausstellung der Stöbich technology GmbH sowie das ebenfalls in Goslar beheimatete Batterie- und Sensorik-Testzentrum, ein gemeinschaftliches Zentrum des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts (HHI) und des Energie-Forschungszentrums Niedersachsen (EFZN) im Herzen des EnergieCampus der TU Clausthal in Goslar.

Das nächste Netzwerktreffen wird am 24.09.2019 bei der Fagus-GreCon Greten GmbH & Co. KG in Alfeld (Leine) stattfinden. Gäste können nach vorheriger Abstimmung am Netzwerktreffen teilnhemne. Bei Interesse kontaktieren Sie bitte die Geschäftsstelle.